Joël Cahen ist der frühere Direktor des juedischen Museums Amsterdam und Initiator des Holocaustmonuments in den Niederlanden.

„Dank der aufkommenden KI-Technologie scheint es immer selbstverständlicher zu werden, dass man einen Text oder ein Buch in jeder Sprache verstehen kann. Die Mühe, die man aufbringen muss, um eine Sprache zu verstehen, scheint zunehmend überflüssig zu sein. Zu Lebzeiten von Hein Kohn war das noch anders. Er hat als Exilverleger das deutsche Buch von den Niederlanden aus für viele zugänglich gemacht. Bei der Verbreitung von in Deutschland verbotener Literatur spielten verschiedene Exilverlage in den Niederlanden seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 eine große Rolle. Diese Ausstellung konzentriert sich auf die Geschichte der aus Augsburg stammenden Familie Kohn in Hilversum und erzählt von ihrem Leben, ihrer Laufbahn und ihrem Verlag in der Stadt, aus der sie stammten. Die in dieser Ausstellung gezeigte, tief in Bayern verwurzelte Geschichte von Leben, Verfolgung und Wiederaufbau ist gut für Augsburg, Hilversum, Deutschland und die Niederlande.“

Joël J. Cahen (Amsterdam) Grusswort zur Ausstellungseröffnung